Dekorieren - aus Spass und als Beruf

Meist sind es Frauen, denen das Dekorieren Spaß macht. Da wird zu Weihnachten das ganze Haus geschmückt, im Frühling ist der Osterschmuck an der Reihe und im Sommer wird selbst das Beet im Garten mit kleinen Figuren verschönert. Dabei ist der DekorateurInnnen Beruf längst keine reine Frauendomäne mehr. Männer werden ebenfalls als Dekorateure angestellt, arbeiten in Kaufhäusern oder Möbelfachgeschäften. Fast jedes größere Unternehmen, welches die zu verkaufenden waren ansprechend präsentieren möchte, stellt Dekorateure an. Dabei ist dieser meist nicht auf Dauer angestellt, sondern arbeitet auf freiberuflicher Basis, sieht sich als Künstler, der in der Lage ist, Produkte so anzuordnen, dass sie zum einen richtig zur Geltung kommen und zum anderen den Wunsch auslösen, in genau diesem Geschäft einzukaufen.

Dekoriert werden so Ausstellungsflächen in Geschäften, Schaufenster von Modeboutiquen oder auch die einzelnen Stände auf Messen oder Partys. Eine trendige Technik aus der Printbranche, die sich grosser Beliebtheit unter DekorateurInnen erfreut, ist der so genannte Foliendruck. Hierbei werden selbsthaftende Lightstickfolien mit den gewünschten Motiven bedruckt, an Wänden, Türen, Möbelstücken oder Computer aufgebracht und bei Bedarf wieder problem- und restlos entfernt. Zusätzlich werden auch weiterhin einfache Mittel eingesetzt, wie etwa Blumen aus der Region, Herbstlaub oder ein Fruchtkorb mit Obst der Saison. Schließlich geht es nicht darum, die ausgestellten Produkte und Waren unter der Dekoration zu verstecken, sondern ins rechte Licht zu rücken. Mit Hilfe des Internets ist heute die Beschaffung von Details wie frischen Blumen und Früchten auch bei kleinen Budgets kein Problem mehr, da regional operiende Catering-Dienste mittlerweile überall in Deutschland zu finden sind. Mit Hilfe der passenden Dekoration können Produkte besser herausgestellt werden, die vorher vielleicht weniger Beachtung fanden.

Wer sich für den Beruf des Dekorateurs interessiert, kann diesen über eine Ausbildung erlernen. Doch wer eine gewisse kreative und künstlerische Ader besitzt, kann durchaus auch als Quereinsteiger Erfolg haben. Möbelhäuser stellen Einrichtungsberater ein, die nicht zwingend eine klassische Ausbildung absolviert haben müssen. Wichtig ist – wie bei jedem kreativen Beruf – dass eigene Ideen vorhanden sind, dass Neues entworfen wird und dass der Wunsch des Kunden über die eigene ätsthetische Meinung gestellt wird. Häufig sind es auch RaumausstatterInnen, die ihre Dienste als DekorateurInnen anbieten. Sie bringen das nötige Wissen über die ideale Zusammenstellung von Möbeln und Wohnaccessoires und können dieses mit eigenen Ideen ergänzen.